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Bärlauch

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Admin
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Joined: 2 Jahren ago
Mit Freude habe ich ihn heuer schon erwartet und am Freitag habe ich mich zum ersten Mal aufgemacht, ihn zu sammeln und kulinarisch in der Küche zu verwenden. Nun ein wenig Wissen für Euch, rund um diese schmackhaft gesunde Wildpflanze:
 
BÄRLAUCH (ALLIUM URSINUM)
 
Volksnamen: Waldknoblauch, Hexenzwiebel
Sammeln: Blätter ab März, Blüten und Knospen ab April, Wurzel ab April oder Oktober
 
Eine immer beliebter werdende Pflanze in der Küche ist der Bärlauch. Wie der Name schon verrät, ist er in der Gruppe der Lauchgewächse beheimatet und daher mit Zwiebel und Knoblauch eng verwandt. Das erkennt man am Geschmack sowie am Duft. Der zweite Teil des lateinischen Namens kommt daher, dass die Bären nach dem Winterschlaf hungrig waren und sich gerne am Bärlauch labten.
Das Kraut wurde früher, ähnlich wie Knoblauch, zum Schutz gegen schwarze Hexen und Vampire eingesetzt.
Man findet die Pflanze in lichten Auenwäldern und in der Nähe von feuchten Böden.
Wie erkennt man nun den Bärlauch und wie kann man ihn eindeutig von seinen giftigen Verwechslungspflanzen unterscheiden?
 
* Jedes Blatt kommt einzeln mit einem Stiel aus der Erde.
* Dies ist neben dem Geruch auch ein sicheres Zeichen, um den Bärlauch nicht mit der giftigen Herbstzeitlose, dem Maiglöckchen oder dem Gefleckten Aronstab zu verwechseln.
* Auch die matte Unterseite und die glänzende Oberseite des Blattes sind sichere Erkennungsmerkmale.
* Das Bärlauchblatt hat in der Mitte eine erhabene Blattrispe und wenn man diese in der Mitte durchbricht, knackt es hörbar.
 
Der typische Knoblauchgeruch ist ein wichtiges Indiz dafür, dass es sich um Bärlauch handelt. Hat man nun aber schon eine Weile Bärlauch gepflückt, riechen vor allem die eigenen Hände nur mehr nach Knoblauch und man kann sich leicht wieder täuschen lassen.
Die Bärlauch-Pflanze dann am Stiel-Ansatz leicht reiben, schon erkennt man den Knoblauch-Geruch wieder.
 
Unsere Nase hat ca. 400 Geruchsrezeptoren und ist damit in der Lage, besser als das Auge Unterschiede wahrzunehmen. Das Auge arbeitet mit drei Lichtrezeptoren, um bis zu 10 Millionen Farben sehen zu können. Die Nase kann jedoch mehr als eine Billion Düfte wahrnehmen!
Und gerade beim Sammeln nehme ich mir bewusst alle Zeit der Welt, um nicht einen giftigen Vertreter versehentlich oder in der Eile in mein Kräuterkörbchen zu packen. Die Auswirkungen könnten fatal sein und mit dem Tode enden. Daher gut Ding braucht Weile!
In der Küche findet die Pflanze aufgrund ihres intensiven Aromas Verwendung in Pesto, Kräutertopfen, Kräuterbutter oder in Saucen und Gemüsegerichten. Die Knospen kann man zudem als Kapernersatz in Essig oder Öl einlegen. Die Blüten werden gerne zur Dekoration verwendet und die Knollen werden im Frühling und im Herbst gesammelt und wie Knoblauch eingesetzt oder in Essig zu "falschen Jausenzwieberl" verarbeitet. 🌱🌿
 
Die Wirkung von Bärlauch in der Naturheilkunde ist, ähnlich wie beim Knoblauch, vielfältig:
Er wirkt antibakteriell, senkt Blutdruck und Cholesterin, wirkt Gefäßverkalkungen entgegen, ist blutreinigend, harntreibend, Stoffwechsel anregend, entzündungshemmend und zudem ist der Konsum von Bärlauch vorbeugend bei Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Doch Vorsicht – nicht zu viel davon zu sich nehmen, da es auch zu Gegenreaktionen kommen kann. Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall können hier die Folge sein.
Bärlauch - Du wahres Energiebündel 🙂
 
Ich erfreue mich im Frühling täglich an diesem Frühlingskraut und sammle es nicht nur für den Eigenbedarf sondern auch für unsere geschätzten KundInnen. Am kommenden Dienstag und Samstag gibt’s den Bärlauch nun für die nächsten 3-4 Wochen immer zu den Öffnungszeiten (Dienstag 9-18Uhr und Samstag 9-13Uhr, Wildkrauts Hofladen, Guntendorf 18, 4550 Kremsmünster).
 
Bärlauch zählt zu unseren grünen Wildgemüse Sorten und jedes Jahr ab März kann man diesen Energiepusher in Augebieten finden.
Der Bärlauch kam Überlieferungen nach zu seinem Namen, da die Bären nach ihrem langen Winterschlaf nur wenig Kräfte hatten um auf die Jagd zu gehen. Erwachten sie, ging ihr erster Weg kurz aus ihrer Bärenhöhle raus und dort stand es, das erste Grün welches sie wieder zu Kräften brachte - sie labten sich am Bärlauch, bekamen wieder Energie und konnten so ihrem täglichen Bärenrhythmus wieder folgen.
 
Wir Menschen lieben diese Pflanze wohl genauso wie dieses wunderbar magische Wesen. Denn der Bär, in ihm verkörpert sich der junge Sonnengott, wurde ja von vielen nordischen Völkern schon als sehr heiliges Tier angesehen.
 
Bärlauch ist für unsere Küche das ganze Jahr über ein wichtiges Wildkraut. Damit es sich länger als bis zum April hin hält, wo man es frisch in der Natur finden kann, wähle ich verschiedene Konservierungsmöglichkeiten.
Meine Favoriten sind:
* gefrorene zerkleinerte Bärlauchblätter, in Eiswürfelformenbehälter wunderbar in Form gebracht, kann man so portionsweise entnehmen und zur Suppe, zur Sauce oder dem Dip zugeben.
* Bärlauchpesto
* Bärlauchpaste - Bärlauchblätter mit Salz und wenig Öl zerkleinern und in Gläser füllen, im Kühlschrank monatelang haltbar. Beim Pesto selber gebe ich ja noch Pinienkerne und Parmesan hinzu - hier ist dann die Haltbarkeit doch ein wenig kürzer.
* Bärlauchsalz: Die Blätter mit grobem Meersalz in der Küchenmaschine zerkleinern, auf Backpapier streichen (dicke Paste) und ein paar Tage an einem warmen Ort trocknen lassen, danach in Gläser füllen oder auf Wunsch gerne nochmals in der Küchenmaschine zerkleinern.
So kann der Bärlauch immer wieder wunderbar, das ganze Jahr über, meine Gerichte mit seiner würzigen Note verzaubern.
Er ist ein Energiepusher - oh ja - immer wenn man einen Energieausfall/Einbruch hat, kann man auch zum Bärlauch statt zum Kaffee greifen 😊
Er vertreibt die Müdigkeit! Und die antibakterielle Wirkung benötigt man zusätzlich sowieso das ganze Jahr
Der würzig scharfe Geschmack dieses Krautes ist für mich die Versinnbildlichung aller aktuell wachsenden Frühlingskräuter und sein Aroma begeistert mich jeden Tag aufs Neue...
Okay - mit dem Küssen könnte es schwierig werden wenn nur Einer Bärlauch isst 😘😘😘
Bärlauch - Du lässt mich schon seit vielen Jahren nicht mehr los!
Die Pflanzen unserer Mutter Erde suchen uns ja, sie begleiten uns Menschen in unserem Sein. Sie stehen uns als helfende Begleiter zur Verfügung und unterstützen uns beim Gesundwerden - als auch beim Gesundbleiben. Und da stufe ich den Bärlauch auch ein - für mich ist er eine wunderbare Pflanze um meinen Körper gesund zu erhalten. Ich bin fast schon süchtig nach seinem scharfen Geschmack - er tut mir richtig gut...
Die Schärfe vom Bärlauch, enthalten in den schwefelhaltigen Inhaltsstoffen, den Alliinen, darf dem Körper Gutes tun!
Ich wünsche Euch wunderbare Sammelmomente und anschließenden Verarbeitungs-Spaß und Freude mit diesem wunderbaren Frühlingskraut
Also nichts wie hinaus in den nächsten Auwald und Bärlauch sammeln gehen 🙂